Ticketpreise im Europa-Park klettern um rund vier Prozent zur neuen Saison

30.03.2026


Deutschlands größter Freizeitpark, der Europa-Park in Rust, erhöht zur Saison 2025/26 erneut seine Eintrittspreise. Wie der Park dem Portal „Merkur“ bestätigte, steigen die Ticketkosten um rund vier Prozent. Erwachsene zahlen in der Hauptsaison künftig 76 Euro statt bisher 73 Euro, Kinder 56,50 Euro statt 54 Euro. Damit setzt der Freizeitpark seine seit mehreren Jahren laufende Serie jährlicher Preisanhebungen fort.

Die Preiserhöhung betrifft sowohl Haupt- als auch Nebensaison. In der Nebensaison klettert der Preis für ein Tagesticket für Erwachsene von 64,50 auf 67 Euro. Für Kinder im Alter von vier bis elf Jahren werden dann 56,50 Euro in der Nebensaison und 65 Euro in der Hochsaison fällig. Senioren ab 60 Jahren zahlen die gleichen Tarife wie Kinder. Die genannten Preise gelten überwiegend für online erworbene Tickets. An den Tageskassen vor Ort wird in der Regel ein Aufschlag von 10 Euro erhoben, womit ein Spontanbesuch für einen Erwachsenen in der Hauptsaison bei rund 86 Euro liegen kann.

Als Gründe für die erneute Anpassung verweist die Parkleitung auf gestiegene Lohn- und Arbeitskosten, höhere Energiepreise sowie die allgemeine Inflation. Zusätzlich flössen kontinuierliche Investitionen in die Erweiterung des Angebots in die Kalkulation ein. Für 2026 ist die Eröffnung des 18. europäischen Themenbereichs „Monaco“ geplant. Die Mediensprecherin des Europa-Parks betont laut „Merkur“, der Park sei im internationalen Branchenvergleich trotz der höheren Preise weiterhin „sehr günstig“.

Für Besucher machen sich die Preissteigerungen deutlich bemerkbar. Eine vierköpfige Familie muss für einen Tagesbesuch in der Hauptsaison inzwischen mit 250 bis 300 Euro allein für die Tickets rechnen. Dabei ist der Trend nicht neu: 2022 kostete ein Tagesbesuch für Erwachsene je nach Saison noch 55 beziehungsweise 62 Euro, für Kinder 47 respektive 53,50 Euro. Auch im überregionalen Vergleich haben sich die Eintrittspreise in deutschen Freizeitparks in den vergangenen Jahren deutlich nach oben bewegt, wobei der Europa-Park seine Position als einer der preislich führenden Anbieter weiter festigt.

Butter billiger, Energie teurer: Preisschere in Berlin und Brandenburg öffnet sich

30.03.2026


Die Inflation in Berlin und Brandenburg hat sich im März 2026 spürbar beschleunigt, angetrieben vor allem von deutlich höheren Energiepreisen infolge des Iran-Kriegs. Nach Angaben des Amts für Statistik Berlin-Brandenburg lagen die Verbraucherpreise in Berlin 2,5 Prozent und in Brandenburg 2,8 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Im Februar hatte die Jahresteuerungsrate in Berlin noch unter 2 Prozent gelegen, in Brandenburg bei 2 Prozent.

Als ausschlaggebenden Faktor für den stärkeren Preisauftrieb nennen die Statistiker die Entwicklung bei Energie. Im Jahresvergleich verteuerten sich Energieprodukte in Berlin um 6,7 Prozent, in Brandenburg sogar um 8,5 Prozent. Das Amt verweist darauf, dass die gesamtwirtschaftliche Teuerung merklich niedriger ausfallen würde, wenn man Heizöl und Kraftstoffe aus der Berechnung herausnähme: Dann läge die Inflationsrate bei lediglich 1,8 Prozent in Berlin und 1,9 Prozent in Brandenburg.

Überdurchschnittliche Preissteigerungen meldet die Behörde auch für alkoholische Getränke und Tabakwaren sowie für Beherbergungs- und Gaststättendienstleistungen und verschiedene sonstige Waren und Dienstleistungen. Insgesamt blieben die Nahrungsmittelpreise im Jahresvergleich dagegen weitgehend stabil, der Anstieg fiel nur gering aus. Bei einzelnen Produkten kam es sogar zu deutlichen Rückgängen, etwa bei Butter, Quark, Kartoffeln und Milch, die teils deutlich weniger kosteten als im März 2025.

Gleichzeitig zeigen die Daten eine starke Spreizung innerhalb der Lebensmittelgruppe. Obstkonserven, insbesondere Sauerkirschen und andere Steinobstkonserven, verteuerten sich deutlich und gehören zu den stärksten Preistreibern im Warenkorb. Auch Kaffee, Tee und Kakao wurden in beiden Ländern spürbar teurer. Insgesamt macht die Statistik damit sichtbar, dass die Inflationsdynamik im Hauptstadtraum derzeit vor allem von den Energiepreisen geprägt wird, während Verbraucherinnen und Verbraucher bei einigen Grundnahrungsmitteln Entlastung, bei verarbeiteten Produkten jedoch zusätzliche Belastungen spüren.