Die Canton Fair Buyers Alliance wurde zur Eröffnung der 140. Ausgabe ins Leben gerufen.

18.10.2026

GUANGZHOU, China, 18. Oktober 2026 /PRNewswire/ -- Am 15. Oktober wurde die Canton Fair Buyers Alliance im Canton Fair Complex offiziell gegründet. Dies markiert einen bedeutenden Meilenstein, da die Messe ihr 70-jähriges Bestehen feiert.

Mehr als 140 ausländische Einkäufer nahmen an der Eröffnungszeremonie teil, was die anhaltende Bedeutung der Messe als Brücke zwischen dem Welthandel und Chinas Exportsektor unterstreicht.

In seiner Rede bei der Zeremonie sprach Luís Vilariça, CEO von Joinco, Import & Export, Ltd., über die langjährige Beziehung seines Unternehmens zur Canton Fair. Er blickte auf seine jahrelange Teilnahme zurück und reflektierte über die Wachstumschancen, die sich durch die Zusammenarbeit mit chinesischen Lieferanten ergeben, und hob die Rolle der Messe bei der Unterstützung der internationalen Geschäftsentwicklung und des globalen Handelsaustauschs hervor.

Im Rahmen der Zeremonie wurde auch eine gemeinsame Erklärung der Bündnispartner abgegeben. Vertreter von fünf Mitgliedsunternehmen verlasen die Erklärung in ihren jeweiligen Muttersprachen und unterstrichen damit den internationalen Charakter der neuen Organisation. Weitere Mitglieder schickten Videogrüße, nahmen an der Feier teil und wurden Zeugen des offiziellen Starts der Allianz.

Die Canton Fair Buyers Alliance stellt eine der wichtigsten Serviceinnovationen der Messe dar. Die Allianz richtet sich in erster Linie an Fortune Global 500-Unternehmen, Einkäufer der 250 größten Einzelhändler der Welt und führende Beschaffungsunternehmen aus einer Vielzahl von Märkten und hat zum Ziel, ihren Mitgliedern eine Plattform für den Informationsaustausch und die Ressourcenkoordination zu bieten. Die erste Gruppe der Allianzmitglieder umfasst 58 Unternehmen aus 32 Ländern und Regionen auf 5 Kontinenten. Durch die Allianz erhalten die Mitglieder Zugang zu einer Reihe von vorrangigen Vorteilen in vier Hauptbereichen: Dienstleistungen, Veranstaltungen, Ressourcen und Informationen.

 Für eine bequemere Teilnahme klicken Sie bitte hier zur Voranmeldung:

https://buyer.cantonfair.org.cn/register/buyer/email?source_type=16

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AfD-Ausschussvorsitze im Fokus: CDU in der Zwickmühle zwischen Abgrenzung und Einbindung

08.10.2026

Der hessische Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) hat eine Neujustierung des Umgangs mit der AfD im Bundestag gefordert und damit eine innerparteiliche wie parlamentarische Grundsatzdebatte angestoßen. In einem Interview mit dem Magazin „Stern“ plädierte der CDU-Politiker dafür, der AfD die ihr nach dem üblichen Verteilungsschlüssel zustehenden Vorsitzendenposten in den Fachausschüssen des Bundestags nicht länger zu verwehren. „Die Partei ist gewählt, und so sollte man mit ihr auch umgehen“, sagte Rhein und verwies darauf, dass die AfD im hessischen Landtag und in anderen Länderparlamenten bereits Ausschussvorsitze innehat.

Im Bundestag verfügt die AfD wie die anderen Fraktionen über ein Vorschlagsrecht für bestimmte Ausschussvorsitze. Bisher scheiterte sie jedoch regelmäßig daran, dass ihre Kandidatinnen und Kandidaten bei den Wahlen in den Ausschüssen nicht die Unterstützung der Abgeordneten der übrigen Parteien erhielten und damit die nötigen Mehrheiten verfehlten. Eine Klage der AfD-Bundestagsfraktion vor dem Bundesverfassungsgericht blieb im September 2024 ohne Erfolg; Karlsruhe sah keinen Anlass, in das Verfahren der Ausschussbesetzungen einzugreifen. Politisch aber gewinnt die Frage durch Rheins Vorstoß neue Brisanz.

Rhein grenzt sich zugleich von einer inhaltlichen Annäherung an die AfD ab und lehnt ein Verbotsverfahren gegen die Partei ab. Er halte das vielzitierte Bild einer „Brandmauer“ für falsch, betonte der CDU-Landeschef. Für die Union gelte: „Wir grenzen uns klar von der AfD ab, aber wir grenzen die Partei nicht aus.“ Das müsse sich auch in der Parlamentsarbeit widerspiegeln. Anstelle juristischer Schritte warb Rhein dafür, die AfD politisch zu stellen: Die CDU müsse den Wählerinnen und Wählern „ein besseres Angebot machen“ und die „Deutungshoheit über die Alltagsfragen“ zurückgewinnen. Eine Zusammenarbeit mit der AfD setze aus seiner Sicht eine „Politik der klaren roten Linien“ voraus.

Die AfD bewertet die Äußerungen des hessischen Regierungschefs als Signal eines sich abzeichnenden Kurswechsels in der Union. Der Parlamentarische Geschäftsführer der AfD-Bundestagsfraktion, Bernd Baumann, sprach gegenüber der Nachrichtenagentur AFP von einem „überfälligen“ Schritt und einem Zeichen für ein „generelles Umdenken in der CDU“. Die Forderung nach Ausschussvorsitzen sei „nur der erste Schritt – weitere werden folgen“, prognostizierte Baumann. Angesichts jüngster Wahlergebnisse sehe er die Union unter Druck, ihre bisherige Ausgrenzungsstrategie zu überdenken. Koalitionsfraktionen im Bundestag wiesen einen von Rhein geforderten Kurswechsel allerdings zurück und halten bislang an der Linie fest, AfD-Kandidaten für Ausschussvorsitze nicht zu unterstützen.

In den Fachausschüssen des Bundestags wird ein Großteil der inhaltlichen Gesetzgebungsarbeit vorbereitet. Die Vorsitzenden spielen eine zentrale Rolle bei der Organisation der Beratungen und der Tagesordnungsgestaltung. Die Verteilung dieser Schlüsselpositionen erfolgt nach einem festgelegten Schlüssel zwischen den Fraktionen, doch bleibt die tatsächliche Besetzung an die Wahl durch die Ausschussmitglieder gebunden. Vor diesem Hintergrund berührt die von Rhein angestoßene Debatte nicht nur die Machtbalance zwischen den Fraktionen, sondern auch die Frage, wie das Parlament mit Parteien umgeht, die zwar demokratisch gewählt sind, von großen Teilen des Hauses aber weiterhin klar abgelehnt werden.