Die Initiative „Years of Culture" in Katar gibt die Partnerländer bis zum Jahr 2030 bekannt

23.10.2026

Italien, die Niederlande, die Schweiz, Portugal und Spanien wurden als künftige Partner für die Years of Culture benannt

DOHA, Katar, 23. Oktober 2026 /PRNewswire/ -- Die Initiative „Years of Culture" gab heute die Kulturpartner Katars bis zum Jahr 2030 bekannt. Aufbauend auf den bereits angekündigten Partnerschaften mit Ägypten und Griechenland für das Jahr 2027 werden die kommenden „Years of Culture" gemeinsam mit Italien (2028), den Niederlanden und der Schweiz (2029) sowie Portugal und Spanien (2030) begangen.

Years of Culture logo

Ihre Exzellenz Sheikha Al Mayassa bint Hamad bin Khalifa Al Thani, Chairperson von „Years of Culture", erklärte: „Mit der nun bereits fünfzehnten Ausgabe trägt ‚Years of Culture' weiterhin dazu bei, die freundschaftlichen Bande zwischen Katar und Ländern auf der ganzen Welt durch einen sinnvollen kulturellen Austausch zu stärken und gleichzeitig die Kreativwirtschaft sowie die soziale und wirtschaftliche Entwicklung unseres Landes zu fördern. Aufbauend auf den fundierten Partnerschaften, die wir bereits etabliert haben, freuen wir uns auf ein neues Kapitel, das Katar in einen Dialog mit Ländern rund um das Mittelmeer und in Europa führt, die durch eine gemeinsame Geschichte des Austauschs, der Kreativität und der Diplomatie verbunden sind."

Die im Jahr 2012 ins Leben gerufene Initiative „Years of Culture" fördert durch Kunst, Kulturerbe, Gastronomie, Musik, Sport, Bildung und wirtschaftliche Beziehungen ein tieferes Verständnis sowie dauerhafte Beziehungen zwischen Katar und anderen Nationen. Die Initiative spiegelt die Überzeugung Katars wider, dass kulturelle Zusammenarbeit den Dialog fördert, internationale Beziehungen stärkt und grenzüberschreitenden Respekt schafft.           

Aufbauend auf dem Modell der Doppelpartnerschaften der letzten beiden Jahre – Argentinien und Chile (2025) sowie Kanada und Mexiko (2026) – wird die Partnerschaft mit Ägypten und Griechenland im Jahr 2027 die Verbindungen Katars zu zwei Ländern untersuchen, deren kulturelles Erbe auch heute noch eine dynamische zeitgenössische Kreativszene prägt. Das Programm wird neue Möglichkeiten für den Austausch in den Bereichen Literatur, Kunst, Design, Musik, Kulturerbe und anderen kreativen Bereichen schaffen und beginnt damit, dass Katar im Januar 2027 als Ehrengast an der Internationalen Buchmesse in Kairo 2027 teilnimmt.

Im Jahr 2028 wird die Partnerschaft zwischen Katar und Italien auf den langjährigen kulturellen Verbindungen in den Bereichen Archäologie, Mode, Design und Denkmalschutz aufbauen. Das Partnerschaftsjahr fällt mit der Eröffnung des permanenten Nationalpavillons Katars in den historischen Giardini della Biennale in Venedig zusammen, der von der Architektin Lina Ghotmeh entworfen wurde – der erste neue permanente Pavillon in den Giardini seit 30 Jahren und erst der dritte in 50 Jahren.

Das Jahr 2029 wird Partnerschaften mit den Niederlanden und der Schweiz mit sich bringen – Nationen, die für ihre weltweit führende Rolle in den Bereichen Innovation, Diplomatie, Design, humanitäres Engagement und Nachhaltigkeit bekannt sind.

Im Jahr 2030 wird „Years of Culture" eine Partnerschaft mit Portugal und Spanien eingehen und damit seine Tradition des kulturellen Austauschs mit den Gastgeberländern der FIFA-Weltmeisterschaft fortsetzen.

Während jedes „Year of Culture" arbeitet Katar eng mit Kulturinstitutionen, Botschaften, Künstlern und Pädagogen zusammen, um ein vielfältiges Programm aus Ausstellungen, Festivals, Messen, Künstlerresidenzen, akademischen Austauschprogrammen und öffentlichen Veranstaltungen in ganz Katar und seinen Partnerländern zu präsentieren. Die Programmgestaltung beginnt oft bereits im Vorfeld des offiziellen Kulturjahres und setzt sich weit darüber hinaus fort, wodurch dauerhafte institutionelle Partnerschaften, berufliche Netzwerke und zwischenmenschliche Beziehungen entstehen.              

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Bundespräsident: Misstrauen in politische Ordnung wächst deutlich

08.10.2026

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat den Festakt zum Tag der Deutschen Einheit in Bremen für eine eindringliche Warnung vor der Gefährdung der Demokratie genutzt. In seiner voraussichtlich letzten großen Rede zu diesem Anlass sprach er von einer angefochtenen demokratischen Ordnung und mahnte, radikale Kräfte entschieden abzuwehren. Angesichts wachsender Erfolge populistischer und extremistischer Parteien sieht Steinmeier nicht nur Freiheit und Demokratie, sondern auch die innere Einheit des Landes unter Druck.

Steinmeier verwies darauf, dass inzwischen „ein Viertel und mehr“ der Wähler mit ihrer Entscheidung deutlich machten, dass sie sich von wichtigen Grundentscheidungen der Bundesrepublik abwenden. Diese Entwicklung werde begleitet von „unerträglicher politischer Demagogie“, in der Menschen verhöhnt und bedroht würden. Die Diskreditierung demokratischer Verfahren, die Radikalisierung der Öffentlichkeit und die Diffamierung des Kompromisses seien Warnsignale, die man nicht ignorieren dürfe. Populistische Parteien aller Couleur destabilisierten die parlamentarische Demokratie, sagte er.

Deutliche Kritik übte der Bundespräsident an der Rolle der sozialen Medien. Eine „Flut der Manipulationen und der Lügen“ trage zur „schrillen Emotionalisierung“ des politischen Diskurses bei und befeuere extremistische Tendenzen. Steinmeier forderte, die demokratische Streitkultur zu verteidigen und den Kompromiss wieder als Stärke zu begreifen. Ob die Demokratie in Deutschland einer Entwicklung ähnlich der Weimarer Republik entgegengehe, sei nicht entschieden – man habe es „in der Hand“.

Zugleich erinnerte Steinmeier an die historischen Grundlagen des Feiertags. Vor 36 Jahren sei mit der deutschen Wiedervereinigung eine „tiefe Wunde“ geheilt worden, die das Land zuvor über Jahrzehnte in einem „unnatürlichen Zustand der inneren Spaltung“ gehalten habe. Der Tag der Deutschen Einheit sei Anlass, die erste friedliche Revolution für Freiheit und Demokratie in Deutschland und ihre Protagonisten im Gedächtnis zu behalten. Die Errungenschaften der Einheit dürften von aktuellen Krisen nicht überdeckt werden, mahnte Steinmeier, und rief die Bürger dazu auf, sich aktiv für die liberale Demokratie einzusetzen. Er zeigte sich überzeugt, dass diese den aktuellen Belastungen standhalten könne: „Wir sind so viel stärker, als wir glauben.“