Die Lebenshaltungskostenkrise schürt das „Expat-Fieber", da fast die Hälfte der Europäer damit rechnet, im Ausland zu leben

18.08.2026

LONDON, 18. August 2026 /PRNewswire/ -- In ganz Europa findet derzeit still und leise eine große Umverteilung der Auswanderer statt, und eine neue internationale Studie der digitalen Versicherungsplattform Feather hat aufgezeigt, wohin die Menschen ziehen.

Why six in ten Europeans are open to moving abroad

Die Umfrage unter 2.000 Erwachsenen in Großbritannien, Frankreich, Deutschland und Italien ergab, dass fast die Hälfte der Befragten in jedem der untersuchten Länder davon ausgeht, irgendwann in der Zukunft in einem anderen Land zu leben. Bei den Franzosen liegt dieser Anteil bei 57 % – der höchste Wert in der Studie –, gefolgt von den Deutschen (52 %), Italiener (49 %) und Briten (48 %).

Die Deutschen haben die konkretesten Pläne: Fast jeder Dritte (31 %) denkt ernsthaft über einen Umzug nach oder plant ihn aktiv, und jeder Zehnte (10 %) plant ihn derzeit aktiv. Im Vereinigten Königreich sind es 28 %, in Italien 25 % und in Frankreich 23 %.

In jedem der untersuchten Märkte ist die Krise der Lebenshaltungskosten der wichtigste Faktor, der die Menschen für ein Leben im Ausland empfänglicher macht. Dies gaben 53 % der Briten (der höchste Wert in der Studie), 48 % der Franzosen, 43 % der Deutschen und 32 % der Italiener an.

Aber jede Nation strebt nach etwas anderem. Die Franzosen legen mehr Wert auf Lebensqualität als auf die Kosten – sie sind das einzige Land in der Studie, in dem Lebensqualität (40 %) vor günstigeren Lebenshaltungskosten (35 %) rangiert. Die Italiener sind – anders als alle anderen – am stärksten von der Arbeit in Anspruch genommen: Karrierechancen (20 %) und Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben (18 %). Die Briten lassen sich von der Aussicht auf ein günstigeres Leben leiten: 45 % geben an, dass die Lebenshaltungskosten niedriger sind.

Das beliebteste Reiseziel in jedem Markt: UK: Spanien (24 %). Frankreich: Kanada (17 %). Deutschland: Österreich (17 %). Italien: Spanien (20 %).

Holly Rubenstein, Reiseexpertin und Moderatorin des Podcasts „The Travel Diaries", äußerte sich zu der Studie wie folgt: „Jahrzehntelang war der Umzug ins Ausland eine Entscheidung, bei der es nur zwei Möglichkeiten gab: Entweder bist du endgültig ausgewandert oder du bist geblieben. Diese Studie zeigt, wie grundlegend sich dies gerade verändert. In den nächsten zehn Jahren wird die klassische Checkliste mit „Sonne und Landschaft" einer anderen Frage weichen: Wo kann ich mir das glücklichste und gesündeste Leben aufbauen?"

Rob Schumacher, Geschäftsführer und Mitbegründer von Feather, sagt: „Wo auch immer Menschen landen – die praktischen Aspekte in den Bereichen Gesundheitsversorgung, Beschäftigung, Wohnen und Steuersysteme entscheiden darüber, ob dieser Umzug langfristig tatsächlich funktioniert. Die Ziele, die auf dem Papier zum Leben eines Menschen passen, sind nicht immer auch diejenigen, die in der Praxis dazu passen."

Weitere Erkenntnisse aus der Umfrage „Future of Expats" finden Sie unter feather-insurance.com/blog/future-of-expats.

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Technische Berufe im Fokus: Sachsen kämpft um den Berufsnachwuchs

15.06.2026

In Sachsen bleiben trotz anhaltend hoher Nachfrage nach qualifizierten Fachkräften mehr als 8.000 Lehrstellen unbesetzt. Besonders das Handwerk und technische Berufe stehen unter Druck, geeigneten Nachwuchs zu finden. Das sächsische Wirtschaftsministerium reagiert mit einer Offensive für Ausbildung und Qualifikation und nimmt dabei gezielt das Handwerk in den Blick.

„Eine gute Ausbildung eröffnet jungen Menschen hervorragende Perspektiven. Gerade in Zeiten von Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz bleibt klar: Viele Leistungen im Handwerk lassen sich nicht einfach automatisieren“, sagte Wirtschaftsminister Dirk Panter (SPD) der Deutschen Presse-Agentur. Künstliche Intelligenz könne weder Kabelbäume binden noch Gebäudetechnik installieren oder Industrieanlagen warten, betonte der Minister. Ziel sei es, für angehende Fachkräfte die „besten Bedingungen für Ausbildung und Aufstieg“ im Freistaat zu schaffen.

Allein im Handwerk wird in Sachsen in rund 130 Berufen ausgebildet. Der Bedarf ist groß, insbesondere in technischen und handwerklichen Bereichen. „Wer dort einsteigt, kann großartig Karriere machen“, wirbt Jörg Dittrich, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks. Unternehmen im Freistaat melden seit Jahren einen wachsenden Bedarf an qualifizierten Kräften – zugleich bleibt ein erheblicher Teil der angebotenen Lehrstellen unbesetzt.

Politik und Handwerk wollen deshalb auch früher ansetzen und die Berufsorientierung an Schulen stärken. Dittrich berät dazu gemeinsam mit der Chemnitzer Fleischermeisterin und Bundestagsabgeordneten Nora Seitz (CDU) sowie Sachsens Kultusminister Conrad Clemens (CDU), wie Jugendliche stärker für eine berufliche Laufbahn im Handwerk gewonnen werden können. Wirtschaftsminister Panter will sich zudem vor Ort ein Bild von moderner Ausbildung und Aufstiegschancen machen – unter anderem im Zentrum für Aus- und Weiterbildung Leipzig und beim Handwerksunternehmen Elektro-Anlagenbau Rübner GmbH & Co. KG.