Für 53 % der aktiven Solarnutzer war die einfache Selbstinstallation der ausschlaggebende Kaufgrund, während falsche Vorstellungen bezüglich Vorschriften und Mietrechten 76 % der interessierten Verbraucher zurückhalten.
DÜSSELDORF, Deutschland, 26. August 2026 /PRNewswire/ -- Deutsche Verbraucher sind an Solarenergie interessiert, doch die Angst vor Bürokratie und technischen Schwierigkeiten bremst weiterhin die breite Einführung. Laut einer neuen Studie von Zendure, einem weltweit führenden Anbieter von Plug-in-HEMS (Home Energy Management Systems), zeigen 76 Prozent der befragten Haushalte ohne Solaranlage starkes Interesse an privaten Solaranlagen. Allerdings halten sie praktische Alltagsbarrieren davon ab, den Schritt zu wagen: 29 Prozent der Mieter sind sich über ihre Installationsrechte unsicher, 27 Prozent fühlen sich von Vorschriften und Papierkram überfordert und 22 Prozent halten die Installation für zu kompliziert. Im Gegensatz dazu belegt die aktuelle Nutzererfahrung die Kraft der Einfachheit: 53 Prozent der bestehenden Solaranlagenbesitzer nannten die einfache, selbst durchführbare Installation als den entscheidenden Faktor bei ihrer Kaufentscheidung.

Die Ergebnisse verdeutlichen ein wachsendes Komplexitätsparadoxon für Mieter, Einsteiger und technisch weniger versierte Verbraucher, die sich mit der Produktauswahl, den rechtlichen Rahmenbedingungen und Kosten-Nutzen-Rechnungen auseinandersetzen müssen. Obwohl das Interesse offensichtlich ist – 17 Prozent der Nicht-Besitzer haben sich intensiv mit Solaranlagen beschäftigt und weitere 54 Prozent haben erste Recherchen durchgeführt –, fehlt den meisten Verbrauchern nach wie vor die gezielte Beratung, die erforderlich ist, um allgemeines Interesse in eine sichere Kaufentscheidung umzuwandeln.
Wahrnehmung vs. Realität: Zweifel hinsichtlich der Vorschriften halten an
Zu den größten Hindernissen zählen alltägliche rechtliche und praktische Fragen. Fast ein Drittel (29 Prozent) der Befragten ohne Solaranlage lebt in einer Mietwohnung und ist sich unsicher, ob die Installation einer Balkon- oder Steck-Solaranlage erlaubt ist. Darüber hinaus empfinden mehr als jeder Vierte (27 Prozent) die aktuellen Vorschriften, Genehmigungen und Registrierungsverfahren als unklar, während 22 Prozent durch die wahrgenommene technische Komplexität abgeschreckt werden.
Entscheidend ist, dass die Studie aufzeigt, dass viele dieser Hürden eher als solche empfunden als tatsächlich vorhanden sind. Seit 2024 gewährt die deutsche Gesetzgebung Mietern ausdrücklich das Recht, Plug-in-Solaranlagen zu installieren, hat die Einspeisegrenze auf 800 W angehoben und die Registrierung in einem einzigen, vereinfachten Marktstammdatenregister gebündelt. Der derzeitige Engpass ist daher nicht mehr regulatorischer, sondern informativer Natur: Verbraucher empfinden Solarenergie nach wie vor als ein einschüchterndes technisches Projekt, obwohl die rechtlichen und technischen Wege noch nie so leicht zugänglich waren.
Produktüberflutung und Entscheidungsmüdigkeit
Neben rechtlichen und technischen Fragen stellt auch die Produktauswahl selbst eine Herausforderung dar. 18 Prozent der Befragten finden es schwierig, aus der Vielzahl der verfügbaren Lösungen das richtige Produkt auszuwählen. Ebenso viele empfinden einen Mangel an klaren und vertrauenswürdigen Informationen. Verbraucher haben oft Schwierigkeiten zu bestimmen, welche Anlage am besten zu ihrem Haushalt, dem verfügbaren Platz und ihrem individuellen Stromverbrauch passt. Gleichzeitig müssen sie unterschiedliche Speicherkapazitäten, Leistungsstufen, Installationsmethoden und Steuerungsoptionen vergleichen.
Einfachheit wiegt schwerer als der Preis: Der entscheidende Faktor
Für 53 Prozent waren eine einfache Installation und die Möglichkeit, das System selbstständig einzurichten, der wichtigste Einzelfaktor bei ihrer Kaufentscheidung – weit vor überlegener Technologie (32 Prozent), einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis (31 Prozent), Kundenbewertungen (28 Prozent) oder dem Garantieumfang (27 Prozent). Das Design spielte nur für 8 Prozent eine vorrangige Rolle. Einfachheit und Zuverlässigkeit bleiben während des gesamten Lebenszyklus des Systems von entscheidender Bedeutung: 52 Prozent aller Befragten bewerten diese Eigenschaften als sehr wichtig, und für weitere 33 Prozent sind sie unverzichtbar. Da dynamische Tarife immer weiter verbreitet sind, führt das Wissen darum, wann Strom gespeichert, verbraucht oder ins Netz zurückgespeist werden soll, zu einer neuen Komplexitätsebene. Zukunftssichere Lösungen müssen sowohl die Ersteinrichtung als auch das tägliche Energiemanagement völlig mühelos gestalten.
„In Deutschland herrscht enorme Begeisterung für Solarenergie, aber viele Verbraucher fühlen sich bei der Bewältigung der Energiewende auf sich allein gestellt", sagt Bryan Liu, CEO von Zendure. „Regulatorische Unklarheiten, technische Fragen und eine unübersichtliche Produktlandschaft halten die Menschen zurück. Um echte Energieunabhängigkeit im eigenen Haushalt voranzutreiben, muss unsere Branche Solarenergie und Speichersysteme nicht nur effizienter, sondern auch radikal einfacher, transparenter und zuverlässiger gestalten. Die Senkung der Einstiegshürden gibt den Verbrauchern das Vertrauen, sich ohne unnötigen Stress an der Energiewende zu beteiligen."
Anmerkung zur Methodik
[1] Die Umfrage wurde im Dezember 2025 von Arlington Research im Auftrag von Zendure unter 835 Befragten in ganz Deutschland durchgeführt.
Informationen zu Zendure
Angetrieben von unserem Ziel, eine nachhaltige Zukunft voranzutreiben, ist Zendure ein globaler Pionier im Bereich der Plug-in-HEMS. Mit Forschungs- und Entwicklungszentren sowie Betriebsstätten in wichtigen Technologiezentren wie dem Silicon Valley und der Greater Bay Area sowie in Japan und Deutschland ist es unsere Vision, „The Home Energy Hub of the AI Era" zu werden. Die Mission von Zendure ist es, jedem Haushalt weltweit die ultimative Freiheit bei der Energiekontrolle zu ermöglichen. Dies erreichen wir durch das SolarFlow-Ökosystem, das modulare Speichersysteme, intelligentes Energiemanagement und flexible Solareinspeisung kombiniert. SolarFlow lässt sich nahtlos von Plug-and-Play- und nachrüstbaren Speichersystemen bis hin zum Energiemanagement für das gesamte Haus skalieren und maximiert den Eigenverbrauch, reduziert die Netzabhängigkeit und liefert zuverlässige Notstromversorgung.
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Silicon Saxony schärft sein Profil als europäischer Technologiestandort – und setzt dabei zunehmend auf hochspezialisierte Anwendungen. Mit dem Zukunftscluster SEMECO (Secure Medical Microsystems and Communications) startet in Dresden die zweite Förderphase für medizinische Halbleiter, während die sächsische Halbleiter- und Softwarebranche trotz schwacher Konjunktur weiter Beschäftigung aufbaut. Branchenangaben zufolge ist die Zahl der Jobs in diesem Ökosystem binnen eines Jahres um 1.500 auf rund 82.500 zum Stichtag 30. September 2025 gestiegen, ein Plus von knapp zwei Prozent gegenüber dem Vorjahr.
SEMECO entwickelt medizinische Halbleiter als Schlüsseltechnologie für sichere, vernetzte und intelligente Medizintechnik. Für die kommenden drei Jahre erhält der Cluster im Rahmen der Clusters4Future-Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) bis zu 15 Millionen Euro Fördermittel. Der Freistaat Sachsen begleitet das Bündnis seit Beginn und unterstützt zusätzliche regionale Forschungs- und Entwicklungsprojekte über die EFRE-Technologieförderung 2021 bis 2027. Seine aktuellen Entwicklungen präsentiert SEMECO auf den Silicon Saxony Days, die vom 15. bis 17. Juni 2026 in Dresden stattfinden sollen.
In der zweiten Förderphase richtet SEMECO den Fokus stärker auf standardisierbare medizinische Halbleiterplattformen und deren Transfer in industrielle und klinische Anwendungen. Die spezialisierten Mikrosysteme bündeln Sensorik, Datenverarbeitung, sichere Kommunikation und KI-gestützte Funktionen, zugeschnitten auf Anforderungen der Medizintechnik. Auf Basis eines modularen Plattformansatzes entstehen kombinierbare Halbleiter-, Elektronik- und Softwarekomponenten, die sich sicher integrieren und schrittweise weiterentwickeln lassen. KI-gestützte Methoden sollen zudem Zertifizierung und Zulassung unterstützen und damit den Technologietransfer in die medizinische Praxis beschleunigen – von tragbaren Ultraschallgeräten und intelligenten Vitaldatensensoren bis zu Kommunikationsimplantaten für Menschen mit eingeschränktem Hör- und Sprachvermögen.
Parallel dazu sieht der Branchenverband Silicon Saxony den gesamten Standort vor einer neuen Wachstumsphase. Das jüngste Beschäftigungsplus verteilt sich nach Verbandsangaben nahezu gleichmäßig auf Halbleiterindustrie und Softwarebranche. Die Investitionen der vergangenen Jahre entfalteten zunehmend Wirkung, sagte Frank Schönefeld, Vorsitzender des Präsidiums von Silicon Saxony. Vor dem Hintergrund der gesamtwirtschaftlich schwachen Lage unterstreiche die Entwicklung die langfristige Attraktivität des Standorts. Entlang der gesamten Wertschöpfungskette – von großen Fabrikprojekten bis zu mittelständischen Zulieferern für Reinraum- und Fabrikinfrastruktur, Spezialgase, Chemikalienversorgung und Messtechnik – rechnet der Cluster mit zusätzlichen Impulsen durch Künstliche Intelligenz, Digitalisierung und technologische Souveränität. Die Prognose von mehr als 100.000 Beschäftigten bis zum Ende des Jahrzehnts bleibt aus Sicht des Verbands unverändert bestehen.