MADRID, 1. Oktober 2026 /PRNewswire/ -- mAbxience gab heute bekannt, dass die Fresenius SE & Co. KGaA die verbleibenden 45 % an mAbxience von Insud Pharma erworben hat. Damit wird die erfolgreiche Partnerschaft fortgesetzt, die zwischen den beiden Unternehmen im Jahr 2022 begründet wurde, und es wird der Beginn einer neuen Wachstumsphase für das Unternehmen eingeläutet.

Fresenius hat im August 2022 eine Mehrheitsbeteiligung von 55 % an mAbxience erworben und konsolidiert das Unternehmen seitdem. Das vollständige Eigentumsrecht vervollständigt diese Struktur: Die Biosimilar-Plattform von mAbxience befindet sich nun vollständig im Besitz des Biopharma-Geschäftsbereichs von Fresenius Kabi, der die gesamte Wertschöpfungskette von der Entwicklung über die Herstellung bis hin zur Vermarktung abdeckt.
Die Übernahme baut auf einer erfolgreichen Partnerschaft auf, die bereits wichtige Meilensteine in den Bereichen Entwicklung, Herstellung, Technologietransfer und Zulassung erreicht hat. Diese Zusammenarbeit hat zum Ausbau der Produktionskapazitäten, zur Weiterentwicklung der Technologietransferprogramme und zur Stärkung der Position von mAbxience als globales biopharmazeutisches Unternehmen beigetragen. Die Zusammenführung der Unternehmen unter gemeinsamer vollständiger Eigentümerschaft schafft eine stärkere Plattform zur Verbesserung der Qualität und der Versorgungssicherheit und fördert gleichzeitig zukünftige Innovationen sowie einen breiteren Zugang der Patienten zu hochwertigen Biosimilars – und dies zu einer Zeit, in der eine große Welle von Biologika ihren Exklusivitätsschutz verliert.
Michael Sen, Chief Executive Officer von Fresenius, sagte: „Der Abschluss der Übernahme von mAbxience markiert den nächsten Meilenstein beim Aufbau eines führenden, vertikal integrierten Biopharma-Geschäfts in großem Maßstab. Als wir vor vier Jahren erstmals in mAbxience investierten, waren die Marktchancen vielversprechend, befanden sich jedoch noch in der Entwicklung. Unsere anfängliche Mehrheitsbeteiligung verschaffte uns Zugang zu einer äußerst wettbewerbsfähigen Plattform bei gleichzeitiger Risikokontrolle. Seitdem hat sich der Markt stark entwickelt, mAbxience hat die Erwartungen erfüllt, und Fresenius verfügt nun über die finanzielle Stärke, diesen nächsten Schritt zu gehen. Die vollständige Eigentümerschaft verschafft uns die uneingeschränkte Kontrolle über Kosten, Kapazitäten und den Zeitpunkt der Markteinführung sowie den vollen wirtschaftlichen Nutzen, wenn die nächste Welle von Biologika ihren Exklusivitätsschutz verliert. Für Patienten bedeutet dies einen verlässlichen Zugang zu hochwertigen Biosimilars; für Aktionäre ist es eine disziplinierte Investition in ein Geschäft, das wir gut kennen."
Jurgen van Broeck, Chief Executive Officer von mAbxience, sagte: „mAbxience wurde gegründet, um Patienten zu helfen und gleichzeitig zu beweisen, dass Biologika von Weltklasse zu Kosten entwickelt und hergestellt werden können, die sich die Welt leisten kann. Seit 2022 hat unsere Partnerschaft mit Fresenius gezeigt, welche Stärke in der Bündelung unserer Mitarbeiter, unseres Fachwissens und unserer Kompetenzen steckt. Ich möchte auch Insud Pharma für seine Unterstützung und sein Engagement in den letzten zehn Jahren meine Anerkennung und meinen Dank aussprechen. Der heutige Erfolg von mAbxience beruht auf der Vision, dem Engagement und der harten Arbeit vieler Menschen, die von Anfang an zu dieser Entwicklung beigetragen haben. Die vollständige Übernahme ist der logische nächste Schritt und schafft eine noch stärkere Plattform für Innovation, Wachstum und langfristige Wirkung für Patienten, Kunden und Partner. Während wir gemeinsam dieses nächste Kapitel beginnen, werden wir weiterhin auf den Unternehmergeist, die wissenschaftliche Expertise und das Engagement für die Patienten aufbauen, die den Erfolg von mAbxience vorangetrieben haben."
mAbxience wird seine bestehenden Kunden und Partner weiterhin unterstützen, und das Unternehmen setzt sich nach wie vor voll und ganz dafür ein, weltweit hohe Qualität, eine zuverlässige Versorgung und die Erfüllung seiner bestehenden Verpflichtungen zu gewährleisten.
Jurgen Van Broeck, Chief Executive Officer von mAbxience, wird das Unternehmen weiterhin leiten und dabei an Dr. Sang-Jin Pak, Präsident des Geschäftsbereichs Biopharma bei Fresenius, berichten.
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Der hessische Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) hat eine Neujustierung des Umgangs mit der AfD im Bundestag gefordert und damit eine innerparteiliche wie parlamentarische Grundsatzdebatte angestoßen. In einem Interview mit dem Magazin „Stern“ plädierte der CDU-Politiker dafür, der AfD die ihr nach dem üblichen Verteilungsschlüssel zustehenden Vorsitzendenposten in den Fachausschüssen des Bundestags nicht länger zu verwehren. „Die Partei ist gewählt, und so sollte man mit ihr auch umgehen“, sagte Rhein und verwies darauf, dass die AfD im hessischen Landtag und in anderen Länderparlamenten bereits Ausschussvorsitze innehat.
Im Bundestag verfügt die AfD wie die anderen Fraktionen über ein Vorschlagsrecht für bestimmte Ausschussvorsitze. Bisher scheiterte sie jedoch regelmäßig daran, dass ihre Kandidatinnen und Kandidaten bei den Wahlen in den Ausschüssen nicht die Unterstützung der Abgeordneten der übrigen Parteien erhielten und damit die nötigen Mehrheiten verfehlten. Eine Klage der AfD-Bundestagsfraktion vor dem Bundesverfassungsgericht blieb im September 2024 ohne Erfolg; Karlsruhe sah keinen Anlass, in das Verfahren der Ausschussbesetzungen einzugreifen. Politisch aber gewinnt die Frage durch Rheins Vorstoß neue Brisanz.
Rhein grenzt sich zugleich von einer inhaltlichen Annäherung an die AfD ab und lehnt ein Verbotsverfahren gegen die Partei ab. Er halte das vielzitierte Bild einer „Brandmauer“ für falsch, betonte der CDU-Landeschef. Für die Union gelte: „Wir grenzen uns klar von der AfD ab, aber wir grenzen die Partei nicht aus.“ Das müsse sich auch in der Parlamentsarbeit widerspiegeln. Anstelle juristischer Schritte warb Rhein dafür, die AfD politisch zu stellen: Die CDU müsse den Wählerinnen und Wählern „ein besseres Angebot machen“ und die „Deutungshoheit über die Alltagsfragen“ zurückgewinnen. Eine Zusammenarbeit mit der AfD setze aus seiner Sicht eine „Politik der klaren roten Linien“ voraus.
Die AfD bewertet die Äußerungen des hessischen Regierungschefs als Signal eines sich abzeichnenden Kurswechsels in der Union. Der Parlamentarische Geschäftsführer der AfD-Bundestagsfraktion, Bernd Baumann, sprach gegenüber der Nachrichtenagentur AFP von einem „überfälligen“ Schritt und einem Zeichen für ein „generelles Umdenken in der CDU“. Die Forderung nach Ausschussvorsitzen sei „nur der erste Schritt – weitere werden folgen“, prognostizierte Baumann. Angesichts jüngster Wahlergebnisse sehe er die Union unter Druck, ihre bisherige Ausgrenzungsstrategie zu überdenken. Koalitionsfraktionen im Bundestag wiesen einen von Rhein geforderten Kurswechsel allerdings zurück und halten bislang an der Linie fest, AfD-Kandidaten für Ausschussvorsitze nicht zu unterstützen.
In den Fachausschüssen des Bundestags wird ein Großteil der inhaltlichen Gesetzgebungsarbeit vorbereitet. Die Vorsitzenden spielen eine zentrale Rolle bei der Organisation der Beratungen und der Tagesordnungsgestaltung. Die Verteilung dieser Schlüsselpositionen erfolgt nach einem festgelegten Schlüssel zwischen den Fraktionen, doch bleibt die tatsächliche Besetzung an die Wahl durch die Ausschussmitglieder gebunden. Vor diesem Hintergrund berührt die von Rhein angestoßene Debatte nicht nur die Machtbalance zwischen den Fraktionen, sondern auch die Frage, wie das Parlament mit Parteien umgeht, die zwar demokratisch gewählt sind, von großen Teilen des Hauses aber weiterhin klar abgelehnt werden.