Jennmar gibt Partnerschaft mit Outokumpus Kemi-Mine bekannt

31.08.2026

Exklusivvertrag mit dem größten Untertagebau in Finnland erweitert die europäische Präsenz von Jennmar erheblich

Gründung von Jennmar Finland zur lokalen Unterstützung

PITTSBURGH, 31. August 2026 /PRNewswire/ -- Jennmar, ein globaler Anbieter von Infrastrukturprodukten und spezialisierten Dienstleistungen für die Tiefbau-, Solar-, Bergbau- und Bauindustrie, gab bekannt, dass das Unternehmen eine langfristige Partnerschaft mit der Outokumpu Corporation, dem weltweit führenden Anbieter von nachhaltigem Edelstahl, eingegangen ist, um Produkte zur Gebirgssicherung für die Kemi-Mine zu liefern – das größte Untertagebergwerk in Finnland und Europas einzige in Betrieb befindliche Chrommine. Im Rahmen dieser Partnerschaft hat Jennmar das Unternehmen „Jennmar Finland" gegründet, eine neue Gesellschaft, die die geschäftlichen Abläufe für Outokumpu und die Führungsteams des Bergwerks effizienter und reibungsloser gestalten wird.

JENNMAR

Die Partnerschaft stellt für Jennmar einen bedeutenden geschäftlichen Meilenstein dar, da das Unternehmen damit seine Präsenz in Europa ausbaut und seine Zusammenarbeit mit weltweit führenden Bergbauunternehmen vertieft. Im Rahmen des mehrjährigen Vertrags wird Jennmar eine umfassende Palette an einsatzkritischer Untertageausrüstung liefern, darunter Dachanker, Kabelanker, Drahtgeflechte, Stahlzubehör und pumpfähige Harze, die speziell auf die besonderen Untertagebedingungen der Kemi-Mine zugeschnitten sind. Das Unternehmen wird zudem seine globale Lieferkette und sein technisches Know-how nutzen, um die Sicherheit, Stabilität und Produktionseffizienz in einem der wichtigsten Chromit-Betriebe der westlichen Welt zu verbessern.

„Ich freue mich sehr, dass Outokumpu Jennmar für die nächsten fünf Jahre als Lieferanten für die Kemi-Mine ausgewählt hat", sagte Mike Petkovich, President von Jennmar Europe. „Die Kemi-Mine von Outokumpu ist eines der größten und beeindruckendsten Untertagebergwerke in Europa und bietet uns damit eine hervorragende Gelegenheit, die Bandbreite unserer Produkte und technischen Kompetenzen in der Region zu demonstrieren. Wir haben bereits eine enge Zusammenarbeit mit den kaufmännischen und technischen Teams der Kemi-Mine aufgebaut und sind immer wieder von deren Fachkompetenz und Professionalität beeindruckt. Wir freuen uns darauf, der Kemi-Mine von Outokumpu während der gesamten Dauer unserer Partnerschaft unseren bestmöglichen Service und Support zu bieten – was durch die Gründung unserer neuen Gesellschaft, Jennmar Finland, ermöglicht wird."

„In der Kemi-Mine von Outokumpu führen wir umfangreiche Maßnahmen zur Gebirgssicherung durch, um höchste Sicherheitsstandards für unsere Mitarbeiter zu gewährleisten und gleichzeitig Produktionsrisiken zu minimieren. Wir freuen uns über die Zusammenarbeit mit Jennmar, einem weltweit anerkannten Branchenführer", sagte Henri Simpanen, Leiter der Kemi-Mine und Vice President bei Outokumpu.

Die Kemi-Mine von Outokumpu ist Finnlands größtes Untertagebergwerk und das einzige Chrombergwerk innerhalb der Europäischen Union. Mit einer Erzaufbereitungskapazität von 2,7 Millionen Tonnen pro Jahr liefert die Kemi-Mine das Chrom für die Ferrochrom- und Edelstahlproduktion von Outokumpu im nahegelegenen Tornio. Jennmar wird als langfristiger Partner im Bereich der Bodenkontrolle fungieren und die dauerhafte Stabilität und Effizienz dieser strategisch wichtigen unterirdischen Anlage gewährleisten. Jennmar wird zudem eng mit der Geschäftsführung und den technischen Teams im Untertagebau der Kemi-Mine zusammenarbeiten, um einen strukturierten Change-Management-Prozess zur Optimierung des Bergbaubetriebs zu unterstützen.

Informationen zu Jennmar

Jennmar ist ein weltweit führender Anbieter von Infrastrukturprodukten und spezialisierten Dienstleistungen für die Bereiche zivile Infrastruktur, Solarenergie, Bergbau und Bauwesen. Seit über 100 Jahren konzentriert sich Jennmar auf die Herstellung von Produkten und die Bereitstellung von Lösungen, die dazu beitragen, die Sicherheit und Produktivität der Mitarbeiter zu gewährleisten. Weitere Informationen finden Sie unter www.jennmar.com

Informationen zu Outokumpu

Outokumpus Vision ist es, wegweisende Werkstoffe und Technologien zu entwickeln, die die Welt von morgen antreiben. Als weltweit führender Anbieter von nachhaltigem Edelstahl treibt Outokumpu die ökologische Wende voran und ist führend bei der Entwicklung von CO₂-armen Metallen und Lösungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette von Edelstahl – und darüber hinaus.

Das Geschäftsmodell von Outokumpu basiert auf der Kreislaufwirtschaft: Die Produkte bestehen zu mehr als 90 % aus recycelten Materialien, die zu vollständig recycelbarem Edelstahl verarbeitet werden, dessen CO₂-Fußabdruck bis zu 75 % unter dem Branchendurchschnitt liegt. Dieser Stahl kommt in verschiedenen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens zum Einsatz, darunter Infrastruktur, Energie, industrielle Anwendungen und Haushaltsgeräte. Mit der neuen EVOLVE-Strategie konzentriert sich Outokumpu auf die Wertmaximierung im Bereich es nachhaltigen Edelstahls und baut gleichzeitig sein Angebot an fortschrittlichen Werkstoffen und Legierungen, Ferrochrom sowie innovativen Technologien aus. Outokumpu betreibt Produktionsstandorte in Finnland, Deutschland, Schweden, den Niederlanden, den Vereinigten Staaten und Mexiko, wobei die Outokumpu-Mine in Kemi (Finnland) die einzige Chrommine innerhalb der Europäischen Union ist. Im Jahr 2025 belief sich der Umsatz von Outokumpu auf 5,5 Milliarden Euro. Outokumpu beschäftigt rund 8.600 Fachkräfte in fast 30 Ländern, hat seinen Hauptsitz in Helsinki, Finnland, und ist an der Nasdaq Helsinki notiert. Erfahren Sie mehr: www.outokumpu.com 

Kontakt

Jennmar

Michelle Eastly

Marketingleiterin, Jennmar

meastly@jennmar.com

Outokumpu

Outokumpu-Pressestelle

Tel. +358 40 351 9840

media@outokumpu.com

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Streit um unbegrenzte Datentarife: Oberverwaltungsgericht kassiert Kölner Urteil

15.06.2026

Im Streit um die Behandlung sogenannter Heavy User im Mobilfunk hat das nordrhein-westfälische Oberverwaltungsgericht (OVG) die Bundesnetzagentur vorläufig in die Schranken gewiesen. Die Bonner Aufsichtsbehörde hatte einem bundesweit tätigen Mobilfunkanbieter untersagt, Kunden mit unbegrenztem oder sehr großem Datenvolumen bei überlasteten Funkzellen mit geringerer Priorität zu bedienen. Diese Form der sogenannten Depriorisierung darf nach der einstweiligen OVG-Entscheidung vorerst weiter angewendet werden. Der Beschluss im Eilverfahren ist nicht anfechtbar.

Nach Auffassung des 13. Senats ist derzeit offen, ob die entsprechende Vertragsklausel des Anbieters mit europäischem Recht vereinbar ist. Im Kern geht es um die Frage, ob eine nachrangige Behandlung von Vielnutzern eine nicht gerechtfertigte Ungleichbehandlung von Kunden darstellt. Bevor in der Hauptsache entschieden wird, will das OVG Münster den Europäischen Gerichtshof (EuGH) um eine Vorabentscheidung bitten. Damit wird der Konflikt um Datenpriorisierung und Netzmanagement auf die europäische Ebene verlagert.

Gegenstand des Verfahrens ist insbesondere, ob der Datentransport datenintensiver Anwendungen wie hochauflösendem Videostreaming während einer Netzüberlastung eingeschränkt oder verlangsamt werden darf. Der betroffene Mobilfunkanbieter sieht dies in seinen Allgemeinen Geschäftsbedingungen vor, um Kapazitäten in ausgelasteten Funkzellen zu steuern. Die Bundesnetzagentur hatte angeordnet, dass diese Klausel nicht umgesetzt werden darf und damit faktisch einen Riegel vor entsprechende Maßnahmen gegen Heavy User geschoben.

In der Vorinstanz hatte sich die Bundesnetzagentur noch durchgesetzt: Das Verwaltungsgericht Köln hatte die Position der Behörde bestätigt. Das OVG änderte diese Entscheidung nun (Az. 13 B 1232/25) und gab dem Anbieter im Eilverfahren Recht. Mit der geplanten Vorlage an den EuGH dürfte der Fall Signalwirkung für die Auslegung europäischer Vorgaben zur Gleichbehandlung von Internetverkehr und zu den Spielräumen der Netzbetreiber beim Umgang mit stark belasteten Mobilfunkzellen entfalten.