Zusammen mit Handheld-Kameras und zivilen Drohnen aus dem DJI-Ökosystem entstanden Panoramaaufnahmen mit 60 Bildern pro Sekunde. Die Osmo Action 6 dokumentierte zudem als erste Consumer-Kamera den Raketenstart und die Bergung aus der Ich-Perspektive und überstand dabei bis zu 500 °C.
SHENZHEN, China, 31. August 2026 /PRNewswire/ -- DJI, der weltweit führende Anbieter von zivilen Drohnen und kreativer Kameratechnologie, gab heute den historischen Start der DJI Osmo Action 6-Kameras ins All und ihre Rückkehr zur Erde bekannt. Das gesamte Ökosystem an DJI Kameras, einschließlich der in Kürze erscheinenden Osmo 360 II, wurde genutzt, um ein Vor-Ort-Aufnahmenetzwerk zu schaffen, das sich vom Himmel bis zum Boden erstreckt.

Während des erfolgreichen Starts und der Bergung der wiederverwendbaren Zhuque-3-Rakete des privat geführten kommerziellen Raumfahrtunternehmens LandSpace wurden zwölf DJI Osmo Action 6 Kameras am Rumpf der ersten Raketenstufe montiert. Dieser Meilenstein markiert das erste Mal, dass eine Action-Cam für Endverbraucher ohne besondere Modifikationen als Aufzeichnungsgerät für den Start und die Bergung einer Weltraumrakete eingesetzt wurde. Die Osmo Action 6 hielt nicht nur extremen Betriebsbedingungen von 500 °C beim Verlassen und bei der Rückkehr zur Erde stand, sondern lieferte auch First-Person-Filmmaterial – von der Zündung und dem Abheben über den Flug durch die Atmosphäre bis hin zur Landung und Bergung.
Osmo Action 6 ohne Modifikationen ins All gestartet
Die Osmo Action 6 Kameras wurden an verschiedenen kritischen Positionen am Rumpf der ersten Raketenstufe befestigt und zeichneten den gesamten Start- und Bergungsprozess aus der Ich-Perspektive (POV) auf. Die Aufnahmen bieten einen völlig anderen Blick als frühere Einweg-Aufzeichnungen aus der Weltraumperspektive. Für die kommerzielle Raumfahrtindustrie, in der Wiederverwendbarkeit ein entscheidender Ansatz zur Kostensenkung ist, wird das hochauflösende native Filmmaterial Luft- und Raumfahrtingenieuren dabei helfen, den Bergungsprozess zu analysieren, den Zustand des Rumpfs der ersten Raketenstufe zu beurteilen und Erfolge zu reproduzieren.
Osmo Action 6 übersteht extreme Bedingungen im Weltraum
Die Aufnahme dieses Materials war mit außergewöhnlichen Herausforderungen verbunden. Sowohl beim Aufstieg als auch beim Rückflug erhöht die aerodynamische Erwärmung die Oberflächentemperatur des Raketenrumpfs auf etwa 400 bis 500 °C,. Gleichzeitig erzeugen Triebwerk und Flug kontinuierlich hochfrequente Vibrationen mit hoher Intensität. Noch anspruchsvoller ist der Durchflug durch die Atmosphäre, da dabei die „Blackout-Zone" durchquert wird, was zu einem vollständigen Verlust der externen Kommunikation führt. Angesichts dieser extremen Bedingungen zeigte die DJI Osmo Action 6 eine erstaunliche Robustheit für eine serienproduzierte Consumer-Kamera. Dank ihres integrierten hochfesten Designs überstand sie nicht nur die extremen Bedingungen, sondern ihre interne Direktaufzeichnungsfunktion überwand auch die Kommunikationsbeschränkungen der „Blackout-Zone". So kehrten sämtliche hochauflösenden Daten vollständig und unversehrt zur Bodenstation zurück.
Ruhige, klare Aufnahmenmit der Osmo Action 6
Der neuartige, besonders leistungsstarke Stabilisierungsalgorithmus der Osmo Action 6 ermöglichte ruhige Aufnahmen, indem er die durch die hochfrequenten Vibrationen des Raketenrumpfs verursachten Verwacklungen herausfilterte, ohne den Bildausschnitt übermäßig zu beschneiden. Selbst während der hohen G-Kräfte beim Start und der großräumigen Manöver bei den Lagekorrekturen der ersten Stufe lieferte die Osmo Action 6 flüssige und zusammenhängende Aufnahmen und gab die Details sowie die Lageänderungen des Raketenflugs originalgetreu wieder. Auch unter den äußerst komplexen Lichtbedingungen im All konnte die Kamera klare Aufnahmen liefern. Ausgestattet mit einem maßgeschneiderten quadratischen 1/1,1-Zoll-Großformatsensor, der Aufnahmen mit bis zu 4K/120fps und einen Dynamikumfang von 13,5 Blendenstufen unterstützt, konnte sich die Kamera an die komplexen Lichtverhältnisse im Weltraum anpassen – von intensiver Sonnenstrahlung in großer Höhe über Gegenlicht in niedriger Höhe bis hin zu Sand und Staub. Das entstandene Filmmaterial ist besonders detailreich und hielt zugleich zentrale Hochgeschwindigkeitsmomente fest, wie das Zünden des Triebwerks, die Lagekorrektur mithilfe der Gitterflossen und die Abfederung bei der Landung.
DJI Kameras – einschließlich der kommenden Osmo 360 II – filmen den Start vor Ort
Neben den raketenmontierten Osmo Action 6 Kameras kamen vor Ort auch die DJI Mavic 4 Pro für Luftaufnahmen, die DJI Matrice 4TD für Wärmebildaufnahmen, die Osmo 360 II für 360°-Panoramaaufnahmen sowie die Osmo Pocket 4P für Aufnahmen in Kinoqualität zum Einsatz. Gemeinsam ermöglichten diese DJI Produkte die Verfolgung der Situation aus großer Höhe, die Überwachung mittels Wärmebildtechnik sowie die Aufzeichnung von Hintergrundmaterial am Boden. Mit mehreren lückenlosen Perspektiven hielten sie diesen Moment der Luft- und Raumfahrtgeschichte fest.
Weitere Informationen zu den einzelnen DJI Produkten finden Sie unter: www.dji.com
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Die Zukunft des deutsch-französischen Panzerprojekts MGCS gerät zunehmend ins Wanken. Armin Papperger, Vorstandschef des Düsseldorfer Rüstungskonzerns Rheinmetall, schließt einen Rückzug Frankreichs aus dem Vorhaben nicht mehr aus. In einem Interview mit der „Welt am Sonntag“ sprach er von einem „Gefahrenszenario“, betonte allerdings, dass bislang keine endgültigen Entscheidungen gefallen seien. Die Diskussionen kommen zu einem Zeitpunkt, an dem mit dem Ende des Kampfflugzeugprojekts FCAS (Scaf) bereits ein anderes zentral geplantes Vorzeigeprojekt der Verteidigungskooperation zwischen Berlin und Paris gescheitert ist.
Nach Informationen Pappergers plant Frankreich, das Budget für das „Main Ground Combat System“ (MGCS) drastisch zu kürzen. Im Gespräch ist demnach ein Ansatz von weniger als der Hälfte der ursprünglichen Planungen. Zwar unterstrich der Rheinmetall-Chef, dass es „null Entscheidungen über das finale Budget“ gebe, doch ein reduzierter Finanzrahmen hätte nach seiner Einschätzung unweigerlich die Streichung von Leistungsumfängen und weitere Verzögerungen zur Folge. „Wenn man weniger Geld zur Verfügung hat, wird man nicht schneller, und wir sind jetzt schon sehr langsam“, sagte er. Bereits jetzt liegt das Programm, das seit rund einem Jahrzehnt läuft, weit hinter den ambitionierten politischen Ankündigungen zurück.
Das MGCS-Projekt wurde auf Initiative der Regierungen Frankreichs und Deutschlands gestartet, um ein gemeinsames, plattformübergreifendes Bodenkampfsystem zu entwickeln, das ab etwa 2040 die Kampfpanzer Leopard 2 und Leclerc ersetzen soll. Beteiligt sind neben Rheinmetall der französische Technologiekonzern Thales sowie KNDS – ein Zusammenschluss des deutschen Herstellers Krauss-Maffei Wegmann und des staatlichen französischen Rüstungsunternehmens Nexter. Trotz der politischen Bedeutung des Vorhabens sind die finanziellen Mittel bislang überschaubar: Die vier Partnerunternehmen haben in rund zehn Jahren zusammen lediglich 25 Millionen Euro erhalten, was Papperger als „offensichtlich sehr wenig Geld“ bezeichnete.
Parallel zum schleppend verlaufenden MGCS treiben Rheinmetall und KNDS Deutschland auf deutscher Seite bereits eine Zwischenlösung voran. Der in der Militärfachpresse inoffiziell „Leopard 3“ genannte neue Kampfpanzer soll nach aktueller Planung Anfang der 2030er Jahre in Dienst gestellt werden und damit die Lücke überbrücken, bis ein mögliches MGCS-System verfügbar wäre. Für MGCS selbst wird die Einsatzreife derzeit erst in den 2040er Jahren erwartet – ein Zeithorizont, den Papperger als „eine Wahnsinnszeit“ bezeichnete. Vor diesem Hintergrund stellte er die grundsätzliche Realisierung des Projekts offen in Frage: „Ich kann heute nicht sagen, ob es überhaupt ein MGCS geben wird.“ Die jüngsten Budgetüberlegungen in Paris verstärken diese Unsicherheit und nähren Zweifel daran, ob Europa den angestrebten gemeinsamen Panzer der Zukunft tatsächlich auf die Spur bringen kann.