ZOETEREMEER, Niederlande, 19. Mai 2026 /PRNewswire/ -- Die Niederlande führen die Lkw-Maut am 1. Juli 2026 ein. Zu diesem Zeitpunkt beginnt auch die Durchsetzung der Vorschriften. Ziel der Kontrollen ist es, die korrekte Nutzung der OBU sicherzustellen und Verstöße zu verhindern, um faire Wettbewerbsbedingungen für alle Lkw-Eigentümer und Transportundernehmzen zu schaffen. Dabei wird auch Raum für Verhältnismäßigkeit und eine angemessene Berücksichtigung individueller Umstände gelassen.

Mit der Einführung der Lkw-Maut müssen Lkw-Besitzer pro gefahrenen Kilometer auf mautpflichtigen Straßen zahlen. Die gefahrenen Kilometer werden über eine OBU erfasst. Die OBU muss während der Fahrt in den Niederlanden jederzeit eingeschaltet sein- auch auf Straßen, die nicht mautpflichtig sind.
Vermeidung von Verstößen
Die Niederlande unterstützen die Transportunternehmen bei der Einhaltung der Vorschriften, indem sie klare Informationen über die Vorschriften, die Kontrollen und die Verantwortlichkeiten der Fahrzeughalter und Fahrer bereitstellen. Indem man klar und deutlich erklärt, was erwartet wird und was beispielsweise im Falle einer Panne zu tun ist, können Missverständnisse und Bußgelder weitestgehend vermieden werden.
Ein weit verbreiteter Irrglaube ist, dass in anderen Ländern gewährte Ausnahmen oder Befreiungen auch in den Niederlanden gelten. Dies ist nicht zwangsläufig der Fall. Wer davon ausgeht und die niederländischen Vorschriften nicht einhält, riskiert ein Bußgeld.
Wie können sich Beförderer vorbereiten?
Ab dem 1. Juli muss jeder Lkw der Fahrzeugklassen N2 und N3, der in die Niederlande einreist, mit einer funktionierenden OBU ausgestattet sein. Um die Vorschriften einzuhalten, müssen die Transportunternehmen:
Eigentümern, die bereits einen Vertrag mit einem Dienstleister haben, wird empfohlen zu prüfen, ob sie ihren Vertrag auf die Niederlande erweitern können. Ist dies nicht der Fall, wird eine separate OBU für die Niederlande benötigt. Der Dienstleister ist stets der Ansprechpartner für alle Fragen und technischen Probleme im Zusammenhang mit OBUs.
Geldbußen für Verstöße
Ab Beginn der Lkw-Maut prüft der RDW, ob die Anforderungen erfüllt werden. Bei Verstößen kann ein Bußgeld verhängt werden. In den ersten sechs Monaten (bis zum 1. Januar 2027) werden die Geldbußen halbiert:
Innerhalb eines Zeitraums von 24 Stunden kann maximal ein Bußgeld pro Fahrzeug verhängt werden. Werden innerhalb dieses Zeitraums mehrere Verstöße festgestellt, so wird nur die höchste Geldstrafe verhängt.
Wie funktionieren Überwachung und Durchsetzung?
Die Lkw-Maut wird mit festen Geräten über der Straße und mobilen Geräten am Straßenrand überwacht. Vor der Verhängung eines Bußgeldes wird immer eine menschliche Bewertung vorgenommen. Der Bußgeldbescheid wird dem Fahrzeughalter per Post zugestellt. Wenn keine Adresse bekannt ist oder die Abholung unmöglich ist, kann das Fahrzeug von den Behörden angehalten werden. Das Bußgeld muss in dem Fall sofort bezahlt werden.
Weitere Informationen zu Regeln und Vorbereitung finden Sie unter trucktoll.nl/de.
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Der deutsche Aktienmarkt ist nach dem verlängerten Wochenende mit leichten Gewinnen in den Mai gestartet. Der Dax notierte wenige Minuten nach Xetra-Eröffnung am Montag 0,14 Prozent höher bei 24.328 Punkten und knüpfte damit an die kräftige Erholung vom vergangenen Donnerstag an. Bereits der vorbörsliche X-Dax hatte auf einen freundlichen Start hingedeutet und lag rund eine Stunde vor Handelsbeginn 0,35 Prozent im Plus bei 24.377 Punkten.
Am letzten Handelstag vor dem Feiertag hatte der Leitindex mit einer deutlichen intraday-Trendwende das angeschlagene Chartbild aufgehellt. Nach einem Start am Tagestief von 23.715 Punkten gewann der Dax im Verlauf fast zweieinhalb Prozent und schloss auf Tageshoch. Der MDax der mittelgroßen Werte setzte die Erholung am Montag mit einem Plus von 0,77 Prozent auf 30.826 Zähler dynamischer fort, während der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 leicht im Minus lag.
Die Stimmung bleibt dennoch fragil. Marktteilnehmer beobachten weiter die Entwicklung im Nahost-Krieg, die Ölpreisentwicklung und insbesondere die Lage rund um die Straße von Hormus. Die Situation habe sich über das Wochenende „nicht wesentlich verbessert, aber auch nicht wesentlich verschlechtert“, sagte Andreas Lipkow von CMC Markets. Die Nachrichtenlage sei nach wie vor undurchsichtig, was die Risikobereitschaft der Investoren bremse.
Zusätzlichen Druck erhält der Markt von der Handelspolitik der USA. US-Präsident Donald Trump kündigte auf seiner Plattform Truth Social eine deutliche Anhebung der US-Zölle auf Fahrzeuge aus der EU an und zielte dabei besonders auf Europa und Deutschland. Die EU-Kommission behält sich Gegenmaßnahmen vor, sollte Washington die Pläne umsetzen. An die Rhetorik Trumps haben sich Anleger indes ein Stück weit gewöhnt: Laut Jens Klatt vom Broker XTB waren frühere Zolldrohungen häufig Teil der Verhandlungsmasse oder wurden im Zeitverlauf angepasst. Er hält auch diesmal rasche bilaterale Gespräche zwischen den USA, der EU und deutschen Herstellern für wahrscheinlich.
Ungeachtet dieser Einordnung standen Autoaktien zum Wochenauftakt unter Druck. BMW, Mercedes-Benz und Volkswagen wurden im vorbörslichen Handel auf Tradegate unter ihren Xetra-Schlusskursen vom vergangenen Donnerstag gesehen und galten auch im Dax als Belastungsfaktor. Die Kombination aus geopolitischen Risiken, unsicherer Handelspolitik und sektorbezogenen Zolldrohungen dürfte den Sektor vorerst volatil halten, selbst wenn der Gesamtmarkt zum Start in den Mai einen überwiegend freundlichen Ton anschlägt.