Schwedische Exportkreditgesellschaft (SEK): Europas Aufrüstung im Verteidigungsbereich eröffnet schwedischen Unternehmen Chancen in Deutschland

22.10.2026

STOCKHOLM, 22. Oktober 2026 /PRNewswire/ -- Europas Aufrüstung im Verteidigungsbereich führt zu einer steigenden Nachfrage nach industriellen Kapazitäten, Technologie und grenzüberschreitender Zusammenarbeit. Für schwedische Unternehmen bietet Deutschland – Schwedens größter Exportmarkt – große Chancen, aber auch starken Wettbewerb.

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Die 25. Berliner Sicherheitskonferenz am 3. und 4. November bringt politische, militärische und industrielle Entscheidungsträger aus Europa, der NATO und Partnerländern zusammen. Schweden war 2025 Partnerland, als das Team Schweden 17 schwedische Sicherheits- und Verteidigungsunternehmen präsentierte. Seitdem haben Schweden und Deutschland eine Absichtserklärung unterzeichnet, um die Zusammenarbeit in den Bereichen Verteidigungsfähigkeiten, Ausrüstung und Industrie zu vertiefen.

„Deutschlands Investitionen in Verteidigung und Sicherheit schaffen Chancen für schwedische Unternehmen, insbesondere in den Bereichen Digitalisierung, KI und Cybersicherheit. Für den Erfolg sind ein langfristiger Ansatz, lokale Präsenz und Marktkenntnisse erforderlich", sagt Niklas Grybe von Business Sweden.

Schwedens NATO-Mitgliedschaft hat die Grundlage für die Zusammenarbeit weiter gestärkt, da schwedische und deutsche Unternehmen nun innerhalb desselben Bündnisses tätig sind. Die Zusammenarbeit umfasst bereits Kampfflugzeuge, Landfahrzeuge, Luftverteidigungs- und Marinesysteme sowie Cyber- und Quantentechnologie. Saab sieht Potenzial für engere industrielle Beziehungen.

„Deutschland ist für Saab und die Verteidigungsfähigkeit Europas von strategischer Bedeutung. Die langfristigen Investitionen schaffen Möglichkeiten für eine schwedisch-deutsche Zusammenarbeit in den Bereichen Technologie, Produktion und Innovation", sagt Anders Sjöberg, CEO der Saab Deutschland GmbH.

Um politische Ambitionen in stärkere europäische Kapazitäten umzusetzen, ist es erforderlich, dass die Industrie in größerem Umfang entwickelt, produziert und liefert, während die Unternehmen grenzüberschreitend zusammenarbeiten.

„Der europäische Verteidigungsausbau bietet schwedischen Unternehmen große Chancen, erfordert aber berechenbare Rahmenbedingungen und eine engere Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Ländern", sagt Robert Limmergård, Generalsekretär des schwedischen Verbandes der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie (SOFF).

Das schwedische Ausrüstungsunternehmen SNIGEL zeigt, was das in der Praxis bedeuten kann. Im Jahr 2025 schloss das Unternehmen die Auslieferung von mehr als 500.000 Rucksäcken an die Bundeswehr ab. Der Vertrag verdeutlicht, wie wichtig es ist, die Lieferungen auszuweiten und gleichzeitig die Qualität zu erhalten sowie die Lösungen an die Kundenbedürfnisse anzupassen.

„Der Vertrag beweist unsere Fähigkeit, schwedische Produktentwicklung mit der Lieferung in großem Umfang zu verbinden. Deutschland ist für unsere internationale Expansion von strategischer Bedeutung", sagt Malin Hlawatsch Plaude, CEO von Snigel.

Für schwedische Unternehmen hängt die Wettbewerbsfähigkeit zunehmend nicht nur von Technologie und Produkten ab, sondern auch von der Fähigkeit, die Geschäftstätigkeit auszuweiten, Lieferkapazitäten aufzubauen und größere internationale Verträge zu bewältigen. Diese Verträge können einen Finanzierungsbedarf erzeugen, da Kapital über längere Zeiträume in Produktion und Lieferung gebunden ist.

„Finanzierungen können Unternehmen dabei helfen, von kleineren Aufträgen zu größeren internationalen Verträgen überzugehen", sagt Johan Nobel, Relationship Manager bei SEK.

Die Nachfrage erstreckt sich über Verteidigungsausrüstung hinaus auf Technologie, Komponenten, Dienstleistungen, Infrastruktur und widerstandsfähige Lieferketten.

„Der Rüstungsausbau Europas ist gleichzeitig ein industrieller Ausbau, der bedeutende Exportmöglichkeiten schafft. Die Herausforderung besteht darin, schwedische Technologie und Innovation in die Produktions-, Liefer- und Finanzierungskapazitäten umzuwandeln, die für das internationale Geschäft erforderlich sind", sagt Klas Lindgren Dansbo, Leiter Großunternehmen bei SEK.

Lesen Sie den vollständigen Artikel auf der Website von SEK.

Katarina Daniels

Leiterin Kommunikation (SEK)

Schwedische Exportkreditgesellschaft

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katarina.daniels@sek.se

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Umstrittene Kontakte der Linken bremsen Start von Sondierungen in Berlin

08.10.2026

Eineinhalb Wochen nach der Berlin-Wahl kommt die Regierungsbildung in der Hauptstadt kaum voran. Zwar trafen sich Spitzenvertreterinnen und -vertreter von Linke, Grünen und SPD zu einem ersten Dreier-Treffen, doch eine gemeinsame Linie im Umgang mit Antisemitismus, Rassismus und organisierter Kriminalität zeichnet sich bislang nicht ab. Nach rund fünfstündigen Beratungen sprachen die Parteivorsitzenden Kerstin Wolter (Linke), Nina Stahr (Grüne) und Bettina König (SPD) lediglich von einem „konstruktiven“ Austausch – konkrete Ergebnisse präsentierten sie nicht.

Das vertrauliche Vorgespräch im Haus der Statistik nahe dem Alexanderplatz gilt als Voraussetzung für formale Sondierungsgespräche über eine mögliche rot-grün-rote Koalition. Grünen und SPD ist nach eigenen Angaben wichtig, dass die Linke klare und belastbare Zusagen im Kampf gegen Antisemitismus und zur Distanzierung von organisierter Kriminalität gibt. Das Misstrauen ist ausgeprägt: Mehrere Vorfälle in den Reihen der Linken hatten im Vorfeld für Besorgnis bei den potenziellen Partnern gesorgt.

Besonders kritisch gesehen wird, dass bei einer Wahlparty der Neuköllner Linken am 20. September sowohl ein Oberhaupt eines arabischstämmigen und zum Teil kriminellen Clans als auch ein umstrittener propalästinensischer Aktivist anwesend waren. Hinzu kommt die frühere Mitgliedschaft der Spitzenkandidatin Elif Eralp im Verein „Rote Hilfe“, der vom Verfassungsschutz seit 2012 als wichtige linksextremistische Gruppierung beobachtet wird. Die Organisation versteht sich zwar als Solidaritätsverein für linke Aktivisten mit Problemen mit dem Rechtsstaat, gilt den Sicherheitsbehörden aber als zentrale Struktur im Linksextremismus. Zuletzt trat auch der Vorsitzende der Linksfraktion im Bundestag, Sören Pellmann, der „Roten Hilfe“ bei.

Offen ist, wann die Gespräche in Berlin fortgesetzt werden. Die drei Parteien betonen, man wolle weiter miteinander reden, ein genauer Zeitplan wurde jedoch nicht genannt. Innerhalb der SPD wird bereits damit gerechnet, dass es mehr als ein Vorgespräch brauchen wird, bevor formelle Sondierungen starten können. Auf Bundesebene werden die Entwicklungen genau verfolgt: Die Hauptstadtwahl gilt als Stimmungsbarometer für den Umgang der Parteien mit Antisemitismus- und Extremismusvorwürfen – und als Belastungstest dafür, wie tragfähig ein erneutes Bündnis von Linken, Grünen und SPD in Berlin sein könnte.