Tairex bringt ein Multi-Agent-KI-System auf den Markt, das die klinische Zusammenarbeit und Entscheidungsunterstützung revolutionieren soll

23.10.2026

BEIJING, 22. Oktober 2026 /PRNewswire/ -- Am 21. Oktober stellte Tairex, ein KI-Unternehmen im Gesundheitswesen, das vom Institut für KI-Industrieforschung (AIR) der Tsinghua-Universität gegründet wurde, das „Multidisciplinary Human-Agent Collaboration (MHAC) Ecosystem for Agent Hospital" vor, das darauf ausgelegt ist, spezialisierte KI-Agenten in die Lage zu versetzen, gemeinsam mit Ärzten an klinischen Fällen zu arbeiten.

01. Vom virtuellen Training zur Zusammenarbeit in der Praxis

In einer simulierten Umgebung mit Millionen hochrealistischer KI-Patienten kann ein KI-Arzt täglich Zehntausende simulierter Konsultationen durchführen.

Dieses intensive virtuelle Training führt zu einem System, das aus 54 KI-Ärzten und Millionen von KI-Patienten besteht und mehr als 20 klinische Fachgebiete sowie Zehntausende von Krankheiten abdeckt. Die KI-Ärzte haben beim MedQA-Datensatz eine Genauigkeit von über 96 % erreicht.

Wenn der Zustand eines Patienten mehrere Fachgebiete betrifft, aktiviert das System dynamisch relevante Agenten, die gleichzeitig zusammenarbeiten. Anstatt isoliert voneinander zu arbeiten, präsentieren diese Agenten ihre klinischen Überlegungen und Belege auf einer einheitlichen Benutzeroberfläche, wobei Meinungsverschiedenheiten zur Überprüfung durch den menschlichen Arzt hervorgehoben werden.

Als ein Endokrinologie-Agent einen Betablocker für einen Patienten mit Herzklopfen und Asthma in der Anamnese vorschlug, wies ein Agent für Lungenheilkunde darauf hin, dass nicht-selektive Betablocker eine Bronchokonstriktion auslösen könnten, und schlug vor, einen selektiven Beta-1-Blocker in Betracht zu ziehen.

02. Neugestaltung klinischer Arbeitsabläufe durch KI-Zusammenarbeit

Spezialisierte KI-Agenten können innerhalb der klinischen Schnittstelle gleichzeitig Empfehlungen abgeben, sodass Ärzte fachübergreifende Perspektiven berücksichtigen können, ohne auf eine separate Besprechung warten zu müssen.

Das System kann zudem den Zugang zu fachärztlichem Know-how erweitern, indem es KI-Agenten, die nach dem Vorbild von Fachärzten modelliert sind, ermöglicht, mehrere Abteilungen zu unterstützen und potenziell auch Einrichtungen der Primärversorgung zu erreichen, wodurch hochwertige medizinische Ressourcen einem breiteren Kreis zugänglich gemacht werden.

In diesem Modell ist die KI darauf ausgelegt, die Effizienz zu steigern und die klinische Entscheidungsfindung zu unterstützen, anstatt eigenständig kritische Entscheidungen zu treffen.

Auch die Datensicherheit ist in das Systemdesign integriert. Die zugrunde liegenden Produkte von Tairex orientieren sich an der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) der EU und dem südkoreanischen Gesetz zum Schutz personenbezogener Daten (PIPA) und verfügen über Kontrollmechanismen für den Umgang mit und die Übertragung von sensiblen Datenfeldern. Das Unternehmen hat zudem die Zertifizierung der Stufe 3 des chinesischen „Multi-Level Protection Scheme" (MLPS) erhalten.

Durch die Integration KI-gestützter Arbeitsabläufe in die von Menschen geleitete klinische Entscheidungsfindung zielt das multidisziplinäre Ökosystem für die Zusammenarbeit zwischen Mensch und KI von Tairex darauf ab, hochwertige medizinische Ressourcen in mehr Gesundheitseinrichtungen, einschließlich derjenigen in der Primärversorgung, verfügbar zu machen und so einen gerechteren Zugang zur Gesundheitsversorgung näher an die Realität zu bringen.

 

 

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Antisemitismus-Debatte nach ZDF-Sendung: Anwalt spricht von „Falschbehauptung des Innenministers“

08.10.2026

Die Berliner Linken-Politikerin Elif Eralp geht juristisch gegen Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) vor. Eralp und ihr Berliner Landesverband haben nach Angaben ihres Rechtsbeistands Strafanzeige beziehungsweise Strafantrag gegen den Minister gestellt. Hintergrund ist eine Passage in der ZDF-Talkshow „Maybrit Illner“, in der sich die Moderatorin versprochen und Eralp in einem Satz fälschlich als Antisemitin bezeichnet hatte, bevor sie sich sofort korrigierte. Dobrindt kommentierte diese Szene mit den Worten „Na doch“.

Aus Sicht des von Eralp mandatierten Anwalts Jasper Prigge macht sich der Minister damit den Versprecher der Moderatorin zu eigen. In einem Schriftsatz, der mehreren Medien vorliegt, heißt es, Dobrindt stelle durch seine Einlassung eine Tatsachenbehauptung auf, die den Tatbestand der üblen Nachrede erfülle. Zudem liege eine Beleidigung vor, weil die Bezeichnung als Antisemitin „in erheblichem Maße ehrabträglich“ sei. Eralp habe sich nach Darstellung ihres Anwalts selbst nie in einer Weise geäußert, die als antisemitisch zu bezeichnen wäre, vielmehr trete sie öffentlich für den Schutz jüdischen Lebens ein.

Der Anwalt spricht von einer „Falschbehauptung des Innenministers“. Die Äußerung im Fernsehen sei geeignet, das öffentliche Wirken der Berliner Spitzenpolitikerin erheblich zu erschweren. In dem Schriftsatz wird darauf verwiesen, dass die Verbreitung des Eindrucks, Eralp würde selbst sagen, sie sei Antisemitin, ihre Integrität als politische Amtsträgerin infrage stellen und damit auch Auswirkungen auf politische Prozesse in Berlin haben könne. Eralp ist Spitzenkandidatin der Linken für das Rote Rathaus.

Die Auseinandersetzung hatte sich in der ZDF-Sendung an einem Schlagabtausch zwischen Dobrindt und der Linken-Bundestagsfraktionschefin Heidi Reichinnek entzündet. Während der Debatte unterlief Moderatorin Maybrit Illner der Versprecher, sie korrigierte sich jedoch unmittelbar mit dem Hinweis, Eralp sei „keine Antisemitin“. Dobrindts anschließender Kommentar bildet nun den Kern des juristischen Streits. Zu möglichen weiteren Schritten der Strafverfolgungsbehörden und einer Reaktion des Bundesinnenministers lagen zunächst keine näheren Angaben vor.