Xinhua Silk Road: Vom Tempelbesuch bis zum Inselurlaub: Die Insel Meizhou in Fujian steigert ihre Attraktivität für Touristen

24.09.2026

PEKING, 24. September 2026 /PRNewswire/ -- Die Insel Meizhou, die in der Stadt Putian in der südostchinesischen Provinz Fujian liegt, ist als Geburtsort der chinesischen Meeresgöttin Mazu bekannt.

Photo shows a scene from the large cultural performance "Impression Mazu", which combines AR glasses with live performances to create an immersive audiovisual experience for audiences.

In den letzten Jahren hat die Insel ihre touristischen Ressourcen erschlossen und einzigartige touristische Angebote rund um die Mazu-Kultur entwickelt, die den Besuchern ein breiteres Spektrum an Erlebnissen bieten und ihnen mehr Gründe liefern, länger auf der Insel zu verweilen, anstatt sie nach einem halbtägigen Tempelbesuch wieder zu verlassen.

Mazu, die im Jahr 960 auf der Insel als Lin Mo geboren wurde, gilt als legendäre Frau, die als Schutzpatronin der Seefahrer vergöttert wurde. Mazu hat weltweit mehr als 300 Millionen Anhänger. Im Jahr 2009 wurde „Der Mazu-Glaube und die damit verbundenen Bräuche" in die repräsentative Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit der UNESCO aufgenommen.

„In den vergangenen Jahren kamen Besucher hauptsächlich auf die Insel Meizhou, um Mazu zu verehren. Viele kamen morgens an und reisten nachmittags wieder ab", sagte ein Mitarbeiter des Verwaltungsausschusses der Insel. „Mittlerweile betrachten immer mehr Besucher die Insel als Urlaubsziel, wobei ein deutlicher Anstieg bei Familienurlaubern, Selbstfahrer-Touristen und jungen Besuchern zu verzeichnen ist."

Im Jahr 2025 zog die Insel Meizhou rund 3,23 Millionen Touristen an und überschritt damit erstmals die 3-Millionen-Marke. Angesichts der zunehmenden Beliebtheit des „Slow-Tourismus" kommen immer mehr Besucher nicht mehr nur, um „ihre Ehrerbietung zu erweisen", bevor sie wieder abreisen, sondern entscheiden sich dafür, mehrere Tage zu verweilen, gemütliche Spaziergänge zu unternehmen, den Meerblick zu genießen und das entspannte Tempo des Insellebens auf sich wirken zu lassen.

Zu den beliebten Erlebnissen auf der Insel gehören das Anziehen traditioneller Trachten und das Fotografieren vor der charakteristischen lokalen Architektur. Besucher können zudem „einen Tag im Leben von Mazu" in ihrer ehemaligen Residenz im Mazu-Kulturpark erleben und das Mazu-Kulturmuseum sowie die Ping'an-Pagode besichtigen.

Darüber hinaus bieten große Live-Aufführungen zum Thema Mazu sowie Feuerwerke nach Sonnenuntergang zweifellos ein Highlight für das Nachtleben der Besucher auf der Insel.

Von einem kurzen Besuch, „um seine Ehrerbietung zu erweisen und wieder zu gehen", hin zum Verweilen, um die Landschaft zu genießen, und von einem halbtägigen Ausflug hin zu einem „Tag in der Welt von Mazu": Die Insel Meizhou verwandelt die Anziehungskraft eines einzelnen Tempels in den Reiz einer Insel, auf der Besucher gerne verweilen möchten.

Original-Link: https://en.imsilkroad.com/p/352337.html

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AfD-Ausschussvorsitze im Fokus: CDU in der Zwickmühle zwischen Abgrenzung und Einbindung

08.10.2026

Der hessische Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) hat eine Neujustierung des Umgangs mit der AfD im Bundestag gefordert und damit eine innerparteiliche wie parlamentarische Grundsatzdebatte angestoßen. In einem Interview mit dem Magazin „Stern“ plädierte der CDU-Politiker dafür, der AfD die ihr nach dem üblichen Verteilungsschlüssel zustehenden Vorsitzendenposten in den Fachausschüssen des Bundestags nicht länger zu verwehren. „Die Partei ist gewählt, und so sollte man mit ihr auch umgehen“, sagte Rhein und verwies darauf, dass die AfD im hessischen Landtag und in anderen Länderparlamenten bereits Ausschussvorsitze innehat.

Im Bundestag verfügt die AfD wie die anderen Fraktionen über ein Vorschlagsrecht für bestimmte Ausschussvorsitze. Bisher scheiterte sie jedoch regelmäßig daran, dass ihre Kandidatinnen und Kandidaten bei den Wahlen in den Ausschüssen nicht die Unterstützung der Abgeordneten der übrigen Parteien erhielten und damit die nötigen Mehrheiten verfehlten. Eine Klage der AfD-Bundestagsfraktion vor dem Bundesverfassungsgericht blieb im September 2024 ohne Erfolg; Karlsruhe sah keinen Anlass, in das Verfahren der Ausschussbesetzungen einzugreifen. Politisch aber gewinnt die Frage durch Rheins Vorstoß neue Brisanz.

Rhein grenzt sich zugleich von einer inhaltlichen Annäherung an die AfD ab und lehnt ein Verbotsverfahren gegen die Partei ab. Er halte das vielzitierte Bild einer „Brandmauer“ für falsch, betonte der CDU-Landeschef. Für die Union gelte: „Wir grenzen uns klar von der AfD ab, aber wir grenzen die Partei nicht aus.“ Das müsse sich auch in der Parlamentsarbeit widerspiegeln. Anstelle juristischer Schritte warb Rhein dafür, die AfD politisch zu stellen: Die CDU müsse den Wählerinnen und Wählern „ein besseres Angebot machen“ und die „Deutungshoheit über die Alltagsfragen“ zurückgewinnen. Eine Zusammenarbeit mit der AfD setze aus seiner Sicht eine „Politik der klaren roten Linien“ voraus.

Die AfD bewertet die Äußerungen des hessischen Regierungschefs als Signal eines sich abzeichnenden Kurswechsels in der Union. Der Parlamentarische Geschäftsführer der AfD-Bundestagsfraktion, Bernd Baumann, sprach gegenüber der Nachrichtenagentur AFP von einem „überfälligen“ Schritt und einem Zeichen für ein „generelles Umdenken in der CDU“. Die Forderung nach Ausschussvorsitzen sei „nur der erste Schritt – weitere werden folgen“, prognostizierte Baumann. Angesichts jüngster Wahlergebnisse sehe er die Union unter Druck, ihre bisherige Ausgrenzungsstrategie zu überdenken. Koalitionsfraktionen im Bundestag wiesen einen von Rhein geforderten Kurswechsel allerdings zurück und halten bislang an der Linie fest, AfD-Kandidaten für Ausschussvorsitze nicht zu unterstützen.

In den Fachausschüssen des Bundestags wird ein Großteil der inhaltlichen Gesetzgebungsarbeit vorbereitet. Die Vorsitzenden spielen eine zentrale Rolle bei der Organisation der Beratungen und der Tagesordnungsgestaltung. Die Verteilung dieser Schlüsselpositionen erfolgt nach einem festgelegten Schlüssel zwischen den Fraktionen, doch bleibt die tatsächliche Besetzung an die Wahl durch die Ausschussmitglieder gebunden. Vor diesem Hintergrund berührt die von Rhein angestoßene Debatte nicht nur die Machtbalance zwischen den Fraktionen, sondern auch die Frage, wie das Parlament mit Parteien umgeht, die zwar demokratisch gewählt sind, von großen Teilen des Hauses aber weiterhin klar abgelehnt werden.